Geschichte

Wir machen Schule - Wir schreiben Geschichte!

Die Städtische Realschule Gescher kann im Jahr 2015, von einer kurzen Unterbrechung abgesehen, auf eine 90jährige Tradition zurückblicken. Im Schuljahr 2014/15 feiert die Realschule Gescher ihren 90. Geburtstag.
Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Vertreter der Kommune sowie zahlreiche Kooperationspartner haben an der komplexen und lebendigen Schulgeschichte der Städtischen Realschule Gescher in Vergangenheit und Gegenwart stets mit perspektivischem Blick in die Zukunft mitgewirkt.

Auf Anregung aus der Bürgerschaft und Initiative des damaligen Rektors der Volksschule Dr. Hüer wurde Ostern 1924 der Volksschule des Gesamtschulverbandes Gescher-Harwick eine „gehobene Abteilung für Knaben und Mädchen“ angegliedert, die am 16. April 1925 die Genehmigung der Regierung in Münster erhielt.

Zunächst als fünfjährige Einrichtung konzipiert, wurde dort nach Plan V des Mittelschulwesens unterrichtet. Erste Fremdsprache am Aufbauzug der Schule war Latein.
Während der NS-Zeit mit ihren nationalsozialistisch-ideologischen Auswirkungen auf Erziehung und Unterrichtsinhalte genehmigte die zuständige Regierung am 24.2.1940, dass ein „sechsstufiger an das 4. Volksschuljahr anschließender Aufbauzug“ eingerichtet werden könne. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Mittelschule selbstständig.

Mit dem Schuljahr 1946/47 übernahm Bernhard Schubert zunächst kommissarisch die Leitung der Schule mit Standort an der Armlandstraße. „134 Schüler, davon 80 Knaben und 54 Mädchen“ besuchten die Schule in Gescher. Auf dem Stundenplan standen neben Religion, Deutsch, Rechnen und Raumlehre, Geschichte und Erdkunde, aber auch Musik, Zeichnen Naturkunde sowie Leibesübungen. Erste Fremdsprache blieb Latein, später kamen Englisch und Französisch hinzu.

Das Schulgeld betrug monatlich 20 RM. Im Jahr 1949 konnten die Schüler/innen den „Reifeabschluss“ ablegen. Am 1.4.1951 wurde aus der Mittelschule die Realschule.
Unter der Leitung von Realschulrektor Gerwinn wird das neue Gebäude an der von Galen-Straße feierlich eröffnet. Die Schule verfügt ab diesem Zeitpunkt über einen Physik- und Chemieraum, eine Lehrküche und Sammlungsräume.

1967 übernimmt Maria Bonhoff die Leitung der Realschule. Schon bald platzt das neue Schulgebäude wieder aus allen Nähten. Der Schulträger, die Stadt Gescher entschließt sich zu einem Neubau am Borkener Damm. Die Einweihung findet im Oktober 1975 statt. Schulleiterin Bonhoff folgt Manfred Wielens im Amt nach.
Am Standort Borkener Damm befindet sich die Schule seit 40 Jahren und ist ein fester und geschätzter Bestandteil der Schullandschaft in Gescher.

Seit 1997 leitet Heinz Wolberg die Städtische Realschule Gescher. Schulleitungsteam und Kollegium setzten in den vergangenen Jahren im Verbund mit den Mitwirkungsgremien weitere wichtige Akzente im Bereich der Schulentwicklung. Pädagogische Konzeptionen zur Persönlichkeitsentwicklung, Beratung, Förderung von Schüler/innen und Schülern in unterschiedlichen Kompetenzbereichen, Übermittagsbetreuung, Vorbereitung auf die Berufswahl und Lebenswegplanung sind auf dieser Homepage in ihren zentralen Bausteinen dargestellt. Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 steht den Schülerinnen und Schülern für die Mittagspause von 13.00 -14.00 Uhr die Nutzung der neuen Mensa zur Verfügung.

Im Jahr 2011 läuft die umfangreiche Fassadensanierung des Schulgebäudes an und im Schuljahr 2011/12 besuchen 525 Schüler/innen die Realschule Gescher.

Am 04.07.2012 beschließt der Rat der Stadt Gescher mit Einrichtung einer Gesamtschule das Auslaufen der Realschule. Der letzte Jahrgang wird im Sommer 2018 entlassen.

In Zusammenarbeit mit dem Glockenmuseum entwickelt die Realschule im Jahr 2012 das Museumsmodul "Dem Schall auf der Spur". Unter der Zielsetzung "Für die Zukunft erinnern" wird eine pädagogische Handreichung für das Humberghaus in Dingden zur Erinnerung an die jüdische Geschichte entwickelt.
Zum Tag der Menschenrechte beteiligen sich Realschüler mit Beiträgen an der Ehrung der Zwangsarbeiter in Hochmoor.

In Fortsetzung der Schulprogrammarbeit entwickelt die Realschule Gescher in 2013 das selbstständige Lernen. Damit werden die Schlüsselkompetenzen Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Von 88 Entlassschülern erhalten im Sommer 2013   77% den Qualifikationsvermerk für den Besuch der "Gymnasialen Oberstufe".
Erstmalig wird in diesem Jahr im Rahmen der Gesundheitsförderung eine Ski-/Sportwoche für den 8. Jahrgang angeboten.
In der Aula der Realschule Gescher findet die Veranstaltung "Schools of Rock" statt. Neben weiteren Bands tritt auch die Schulband "Bauplaats" der Realschule Gescher auf.
Nach dem Umbau der naturwissenschafltichen Räume kann der Unterricht zu Beginn des Schuljahres 2013/14 wieder in modernisierten Räumen stattfinden. Die Fassadensanierung endet im Jahr 2013.

Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 engagieren sich 2014 im Riga-Projekt, tragen zur Gestaltung der Aufnahmefeier in das Rigakomittee bei und nehmen mit einer Delegation an der Steinlegung im Wald von Bikernieki teil.
Wie in den Jahren zuvor werden wieder Autorenlesungen angeboten. Anna Kuschnarowa und Maja Nielsen lesen für die Jahrgangsstufen 8 und 10 aus ihren Büchern.
31 Schüler/innen der Realschule Gescher befassen sich im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs "Chemie entdecken" im Kölner Modell mit der Experimentalaufgabe Neues und Interessantes zum Thema "Klebereien" zu entdecken.

Am 16. April 2015 feiert die gesamte Schulgemeinde den 90. Geburtstag mit einer Schulfahrt nach Köln und gemeinsamer Fahrt auf dem Rhein.
Mit viel Spaß und Engagement absolvierten die Schülerinnen und Schüler von Gesamt- und Realschule vor den Sommerferien 2015 für das Side-by-Side Early Intervention Centre in Katutura/Namibia den Sponsorenlauf.  Zuvor hatten die Elternvertretungen der beiden Schulen eine Vernetzung in diesem tollen Sponsorenprojekt angebahnt.